REICH AN STEINEN – ABER AUCH AN WASSER!

ZUR PROBLEMATIK DES STEINABBAUS IN WARSTEIN UND KALLENHARDT

(Dieser Text war vorgesehen für den gerade erschienenen „Heimatkalender des Kreises Soest 2010“ zum Thema „Steinreicher Kreis“ – wurde aber nicht abgedruckt!) 

Warstein ist nicht nur reich an Steinen, die südlichste Stadt im Kreis ist auch reich an hochwertigem Wasser, Tiefenwasser, das bis zu 500 Meter tief im Untergrund lagert. Das Gleiche gilt auch für die benachbarte Ortschaft Kallenhardt. Dieses Wasser ist so rein, man kann es direkt trinken! Es ist ein reicher gemeinsamer Wasservorrat aus dem „Warsteiner Massenkalk“ und wird aus zwei Quellen geschöpft, der Lörmeckequelle am Rande von Kallenhardt und der Hillenbergquelle im Warsteiner Süden. (Forts.)

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CROWDFUNDING ERFOLGREICH

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Man bangte, ob die erforderlichen Spenden für den 6000-Euro-Trinkwasserspender für den bald neugestalteten Warsteiner Marktplatz zusammenkommen würden. Aber am Ende gab’s sogar einen Überschuss!

Das Zentrum der Warsteiner Kernstadt wird also bald um eine Attraktion reicher. Dank an alle Spenderinnen und Spender!

(Die INITIATIVE TRINKWASSER wird sich natürlich, sobald der Wasserspeier installiert ist, bei allen Spenderinnen und Spendern melden und sie einladen, diesen Erfolg gebührend öffentlich zu würdigen.)

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NEUE VORSITZENDE

Bei der letzten Jahreshauptversammlung der Initiative wurde Diana Vollmer zur neuen Vorsitzenden gewählt. Den Vorsitz bilden nun: Volkert Bahrenberg, Werner Braukmann, Michael Bünner, Heike Feldhege, Marlies Feldhege, Dieter Fromme, Elke Ibing, Alfons Knop, Dr. Marlies Raudschus, Diana Vollmer.

Siehe auch: Pressetext

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WARSTEIN/KALLENHARDT: 
EINE SEHR SPEZIELLE SITUATION FÜR DEN TAG DES WASSERS
Kein Wassermangel, keine Wasserverschmutzung, kein Aufbereitungsproblem – in der sauerländischen Kleinstadt Warstein hat ein ortsansässiges Steinabbauunternehmen erfolgreich Klage geführt gegen die von der Bezirksregierung Arnsberg ausgesprochene Bewilligung, das hochwertige Wasser aus der „Hillenbergquelle II“ weiter zu beziehen! Also quasi den Wasserhahn abgedreht. Nur per befristeter Ausnahmegenehmigung wird die Bevölkerung noch mit Wasser versorgt. Kann die Bezirksregierung keine beanstandungsfreie Bewilligung nachliefern, steht man in Warstein auf dem Trockenen.
Das Gleiche droht auch der benachbarten Ortschaft Kallenhardt, dort betrifft es die „Lörmeckequelle“, die sich aus dem gleichen Wasserspeicher bedient, dem „Warsteiner Massenkalk“. Insgesamt wären 80.000 Bewohner des südlichen Kreises Soest betroffen.
Und warum klagen die Steinbruchfirmen, sogar im Verein mit sieben weiteren potenten Unternehmen der Kalk- und Zementbranche aus dem ganzen Land? Nun, es seien ihre Interessen bei der Bewilligung nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Aber dahinter steckt mehr, ein schon lange währender Interessenkonflikt um Steinabbau und Wasserschutz, der sich nirgendwo so zugespitzt hat wie in Warstein /Kallenhardt.
Denn Warstein und Kallenhardt haben nicht nur den Reichtum an diesem weithin einzigartigen Qualitätswasser, Wasser aus Tiefen von bis zu 500 Meter, das man unbedenklich unbehandelt trinken kann. Sondern auch an hochwertigem Kalkstein. Und dessen Abbau gefährdet das Tiefenwasser.
Die Steinbrüche befinden sich nämlich in unmittelbare Nähe der Wasserquellen Hillenberg II im Warsteiner Süden und Lörmecke am Westrand von Kallenhardt. Und sie bauen auch nur knapp oberhalb des Grundwasserspiegels ab – und nicht selten standen die Geräte im Wasser, denn der Grundwasserspiegel hält sich nicht an die ihm gesetzten Grenzen und schwankt gewaltig um zweistellige Meterhöhen, Regenwasser kommt hinzu. Von „Wasserschutz“ kann da keine Rede sein.
Auch die Erschütterungen durch Sprengungen gefährden den empfindlichen Grundwasserspeicher, wie ebenfalls die durch den Abbau geänderten Druckverhältnisse im Boden. Die Hauptgefährdung stellt allerdings das Vorhaben der Steinabbauunternehmen dar, mit der Steingewinnung in die Tiefe vorzudringen! Dort soll der Kalkstein noch wertvoller sein – „graues Gold“ -, dort arbeitet man dann aber gänzlich im Wasser …
Eine besorgniserregende Gesamtsituation. Allerdings hat sich der Rat der Stadt Warstein vor Jahren einhellig gegen den Tiefenabbau ausgesprochen und auch die zuständigen Behörden würden derzeit kein Vordringen ins Grundwasser genehmigen.
Zu diesen „guten Nachrichten“ kam dann im November 2015 das aufsehenerregende Urteil des Münsteraner Oberverwaltungsgerichts hinzu, das die unbefriedigende Regelung mit den „Schneiderlinien“, einer geradezu fiktiven Grundwassergrenze nach Durchschnittswerten, verwarf: nämlich dass als „Trockenabbau“ gilt, wenn der Abbau nur oberhalb der Schneiderlinien verbleibt, selbst wenn das Wasser höher steigt und im Nassen abgebaut wird. Paradox! Münster verfügte stattdessen: Aller Abbau ist Wasserbenutzung, also wasserrechtlich zu behandeln!
Das Urteil könnte das Ende des Steinabbaus in Warstein und Kallenhardt bedeuten – fragt sich nur, wann endlich die Landesregierung das Urteil auswertet und klare Richtlinien vorgibt. Denn es herrscht im Wasser/Stein-Konflikt allenthalben lähmender Stillstand.

Ja, und dann drehten die Unternehmen die Daumenschrauben noch weiter und klagten gegen die Grundwasserquellen. Hieß es bisher in Warstein: „Felsenwasser statt Gelsenwasser!“ – Gelsenwasser ist aufbereitetes Gebrauchtwasser aus der Ruhr -, so fließt aus den Kränen in Warstein und Umgebung vielleicht bald Gelsenwasser statt Felsenwasser.
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ES IST EIN SKANDAL!

Zehn Jahre „Initiative Trinkwasser“! Da ließe sich schön plaudern über Erfolge und Misserfolge oder man könnte die Sektkorken knallen lassen. Aber es erscheint uns wichtiger, noch mal den Gipfel der Auseinandersetzung um den Schutz unseres Trinkwassers deutlich zu machen. Nämlich den juristischen Angriff der ortsansässigen Steinabbauunternehmen auf die Hillenberg-Quelle (Gleiches droht der Lörmecke-Quelle).
   Man muss sich mal klarmachen, welche Ungeheuerlichkeit der erfolgreiche Versuch bedeutet, die behördliche Genehmigung des Wasserbezugs zu kippen. Es ist ein Skandal: Da wird der Stadt Warstein und der Umgebung einfach der Wasserhahn abgedreht! (Nur geduldet dürfen seither die Stadtwerke befristet Wasser liefern.) Dabei ist das Wasser, das die Hillenberquelle (und die Lörmecke-Quelle) zutage fördern, besonders wertvoll, da es aus großer Tiefe kommt. Nicht erst seit der Klimawandel-bedingten Wasserknappheit und der Belastung von Oberflächenwasser etwa durch Mikroplastik sind auch im eigentlich wasserreichen Deutschland solche Quellen wie unsere Gold wert. Mehr als der Kalkstein, der in grundwassergefährdenden Tiefen nahe der Entnahmestellen abgebaut wird.
   Man kann es einfach nicht fassen, dass die Kläger nicht endlich in sich gehen und die Klage rückgängig machen! Aber es geht wohl darum, davon sind wir überzeugt, mit aller unternehmerischer Macht (immerhin waren außer Westkalk noch sieben andere, auch weit entfernte Stein-Unternehmen beteiligt) die störende Hillenberg-Quelle und auch die Lörmecke-Quelle dichtmachen zu lassen. Denn dann könnte der gewinnträchtige Abbau in der Tiefe ungestört weitergehen.
   Solche bitteren Aussichten verleiden es uns, auf zehn Jahre Initiativarbeit anzustoßen. Wir planen stattdessen einige Aktionen zum Tag des Wassers am 22. März des kommenden Jahres. 

Initiative Trinkwasser – der Vorstand: V. Bahrenberg, W. Braukmann, H. und M. Feldhege, D. Fromme, E. Ibing, A. Knop, F.-J. Mendelin, J. Schmitz
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 ZEHN JAHRE WASSERINITIATIVE – WORUM ES EIGENTLICH GEHT …

Dieser ewige Streit um den Steinabbau – ich kann das nicht mehr hören!“ Geht es Ihnen auch so? Dann lesen Sie: Beitrag zum Tag des Wassers 2018
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TAG DES WASSERS“ – INFORMATIONSVERANSTALTUNG
FÜR LIOBA-SCHÜLER/INNEN
Nicht nur die Steinabbauunternehmen informieren, auch „die andere Seite“ – also die Initiative, ergreift die Chance, Kenntnisse zu vermitteln, in diesem Fall über die Bedeutung des Wassers, die besondere Qualität des Warsteiner Wassers und die Gefahren durch den Steinabbau. Hier Bilder vom Besuch der vierten Klassen im Warsteiner Wasserwerk zum Tag des Wassers.P1090459P1090484xP1090488P1090505

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Leserbriefzur Verdeutlichung anklicken!   Leserbrief in der Westfalenpost am 22. März

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DIE PETITION

Am 6. Januar hat die Initiative eine Petition an den Landtag NRW gerichtet:
Petition
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WAS WIR IMMER GESAGT HABEN …

Das Urteil (OVG Münster, Nov. 2015)
… im Wortlaut: Urteil des OVG NRW 18.11.20152
 
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„WAS HABEN WIR ES GUT IN  WARSTEIN!“
Ein Leserbrief zum Thema Wasserpreissteigerungen

„Was haben wir es gut in Warstein! Allüberall sieht man derzeit mit Sorge die zunehmende Belastung des Wassers, vor allem durch Übergüllung, und befürchtet erkleckliche Preissteigerungen – nur wir hier haben, sozusagen in einer Oase der Seligen, hervorragendes Wasser zur Verfügung, keine Sorge um Qualität und Kostensteigerung …
Nun, zumindest war es so schön und wäre es so schön, wenn nicht die Steinabbauunternehmen die Stirn besessen hätten, die Genehmigungen des Wasserbezugs durch unsere Hillenbergquelle juristisch anzugreifen und außer Kraft zu setzen! Es ist ja bekannt – aber man muss immer mal wieder daran erinnern -, dass der fortgesetzte Bezug unseres hochwertigen Wassers nur noch in geduldeter Form möglich ist, bis eine neue Genehmigung vorliegt. Die hoffentlich unangreifbar ist. Denn was wäre sonst?!
Unternehmer reden heute viel und oft über Wirtschaftsethik. Was hier aber, beim Angriff auf unser „Lebensmittel Nr. 1″, stattgefunden hat, ist ja wohl mit das Unethischste, das man sich vorstellen kann.“       Werner Braukmann, Warstein
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Vielleicht sind’s ja doch die Maulwürfe …
Stellungnahme zum Zwischenbericht der LANUV über die Ergebnisse der Erschütterungs-Messungen mehr

 

 

 

„Der Boden arbeitet“

Bild: Großmann/ pixelio.de

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„Wo bleibt die Folgenutzung?!“
Resolution der Initiative mehr
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Immer deutlicher: Steinfirmen wollen in die Tiefe
Pressemitteilung der Initiative 11. Febr. 2017 mehr ………………………..

Informationen zur Ausstellung „Lebendige Gewässer“Download
offiz. Internetseite: Download   – zur BUND-Veranstaltungsplanung Download

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Ach, wenn’s doch so einfach wär‘ …

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) – so schreibt die „Westfalenpost“ am 18. Juni – hat das Nein Nordrhein-Westfalens zum Warsteiner Stein-Abbau bekräftigt. Die Landesregierung werde die dortige Kalksteingewinnung …  – o pardon, habe mich verlesen, tut mir leid! Es geht ja um – Fracking! Aber auch gut. Das könnte sonst unser nächstes Problem werden … Also: Die Landesregierung werde Fracking, „auch im geplanten Landesentwicklungsplan ausschließen, der zeitnah dem Landtag vorgelegt werden soll“, sagte Remmel dieser Zeitung. Zugleich kritisierte er einen wachsenden Druck der Fracking-Wirtschaft auf die Politik: „Die Industrie stellt die Gewinnabsichten ihrer Aktionäre über den Schutz von Mensch und Umwelt.“ In NRW gebe es dagegen einen parteiübergreifenden Konsens gegen Fracking, betonte Remmel. „Dieser breite Konsens aus Politik und Gesellschaft wird nun durch die Fracking-Industrie angegangen. Ein solches Vorgehen mit der Brechstange werden wir für NRW strikt zurückweisen.“ – Ach, es wäre doch zu schön gewesen und läge doch so nahe … W. B. ……………………………………………….
Presseschau: Westfalenpost vom  1. Juli Download
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Wird das Landeswassergesetz
durch Lobby-Einfluss verwässert?

Besuch in Düsseldorf Kl.

Im  Landtag bei der Abgeordneten Dagmar Hanses (3. v. l.): W. Braukmann, A. Knop,
E. Ibing, D. Fromme, M. F
eldhege (v. l. n. r.). Nicht mehr im Bild: H. C. Markert

Im Düsseldorfer Landtag wird gerade ein für Warstein wichtiges Gesetz beraten, das Landeswassergesetz. EU-Vorgaben machen es erforderlich, das Gesetz neu zu fassen. Im ursprünglichen Entwurf war vorgesehen, in Wasserschutzgebieten generell den Rohstoffabbau zu untersagen. Nun haben die Lobbys kräftig gebaggert und Ausnahmen über Ausnahmen in den Entwürfen durchgesetzt – aber es sind ja erstmal nur die Entwürfe! Frage ist nun: Wird dem Druck nachgegeben oder kann man die Intentionen der ursprünglichen Fassung retten?

Für Warstein/Kallenhardt ein wichtiges Thema, wird hier doch nicht nur „im Wasserschutzgebiet“* abgebaut, sondern in unmittelbarer Nähe zur Wassergewinnung und oftmals auch im Grundwasser – was unbedingt ausgeschlossen werden muss (s. auch Formulierungen im  jüngsten OVG-Urteil, weiter unten auf dieser Seite.)

Zu diesem Thema gab es bereits einige Aktivitäten, unlängst aber waren wir auch zur Vorberatung zu Besuch in Düsseldorf, bei der Abgeordneten Dagmar Hanses und dem umweltpolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion, Hans Christian Markert. Es galt, über die spezielle Warsteiner Situation, die einen Einfluss haben könnte auf das gesamte Gesetzeswerk, zu informieren und zu beraten.

Am 6. April findet nun in Düsseldorf, vor dem Umweltausschuss, eine Anhörung von Experten zum Landeswassergesetz statt. Man will vor der Entscheidung über das Gesetz nochmal alle wichtigen Informationen einholen. – Die Initiative Trinkwasser wird mit einigen Vertretern/innen zu dieser Anhörung fahren!

* Nun ist das Wasserschutzgebiet zwar momentan aufgehoben, wird aber neu gefasst …


Presseschau:
Initiative informiert in Belecke: WP v. 4. März
Antworten aus Düsseldorf: Brief aus dem Ministerium


WELCHE FOLGEN HAT DAS URTEIL?

Bedeutet das Münsteraner OVG-Urteil vom 18. November (siehe unten) das „Aus für den Steinabbau in Warstein“? Sind die heimischen Quellen nun auf Dauer geschützt? Diese Fragen stellte sich die „Initiative Trinkwasser Warstein/ Kallenhardt“ in ihrer letzten Zusammenkunft und kam zu einer insgesamt vorsichtig optimistischen Einschätzung.

Wassersxchutzgebiet_by_Gila Hanssen_pixelio.deBekanntlich hatten die Richter einen überraschend weitgehenden Spruch gefällt. Nämlich dass der Schutz des Grundwassers nicht relativiert werden kann, dass deswegen einem Steinbruch – „Elisabeth II“ – die Betriebserlaubnis entzogen wird und dass das Wasserschutzgebiet als unzureichend verworfen wird; es muss neu gefasst werden.
Besonders eindrucksvoll erscheinen der Initiative vor allem die Urteilsbegründungen, die in bislang noch nie vernommener Schärfe jene argumentativen Hilfskonstruktionen vom Richtertisch fegten, welche bislang den Steinabbau in Grundwassernähe ermöglichten. – Im Grunde sind durch den Richterspruch alle Argumente und Stellungnahmen der Initiative bestätigt worden!
„Wenn das Urteil nicht mehr revidiert wird, sind damit eigentlich dem Steinabbau in Warstein und Kallenhardt die Grundlagen entzogen“, befindet die Initiative. „Alle Genehmigungen gründen auf Konstruktionen, die nun hinfällig sind – und dürften damit auch keine Zukunft haben!“ Die Genehmigungsbehörden – Bezirksregierung und Kreis – seien von Voraussetzungen ausgegangen, die nun nicht mehr haltbar sind, und müssten demnach ihre Bewilligungen gründlich durchforsten.20160115_SA_Bezirksregierung-Beschwerde-gegen-OVG-Urteil-1x
Auch die Stadt Warstein, die sich bislang weitgehend zurückgehalten habe, da die Genehmigung nicht in ihre Zuständigkeiten falle, sei jetzt endlich gefordert, das Hauptinteresse in diesem Konflikt, nämlich den Schutz der Hillenbergquelle, nun auch selbst und massiv zu vertreten. Das gilt auch in ähnlicher Weise für Rüthen. Und die neue Situation dürfte auch einen erheblichen Einfluss haben auf die „Warsteiner Vereinbarung“.
Die Initiative Trinkwasser wird sich jetzt ausgiebig juristisch beraten lassen und dafür Sorge tragen, dass ihr Anliegen, der Bestand der Wasserquellen aus dem Warsteiner Massenkalk, entschieden vertreten wird.
(15. Januar 2016) – Foto: Gila Hanssen – pixelio – Anzeiger-Meldung vom 15. Januar
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Briefe nach Düsseldorf, Arnsberg und Soest

Was passiert jetzt? Welche Folgen hat das Urteil?, möchte die Initiative Trinkwasser gerne wissen – und hat einen Brief an die Ministerpräsidentin, den RP und den Kreis Soest geschrieben. Download
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Presseschau

Westfalenpost vom 22. Jan. Download
Westfalenpost vom 16. Jan. Download

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DAS WEIHNACHTSGESCHENK

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Ich möchte von einem Weihnachtsgeschenk berichten, einem ganz besonderen. Es hat einen hohen Wert (60.000 €) und ist für die ganze Stadt und weit darüber hinaus bestimmt. Zugegeben: Das Präsent lag schon einige Tage vor dem Fest auf dem Gabentisch – aber es dauerte ja auch Tage, es „auszupacken“: 105 Seiten dichter juristischer Prosa! Da muss man erstmal durch! Aber es lohnt sich …
Es dürfte klar sein: Es geht um das Münsteraner Urteil zum Steinabbau und Wasserschutzgebiet (s. u.). Der Urteilsspruch selbst war bekannt und viele Sektkorken hatten schon in Konkurrenz zu den täglichen Sprengungen heftig geknallt – aber nun liegt die Begründung vor, die Presse hat berichtet, auch wir haben gelesen, reiben uns die Augen und können nur sagen: Das Urteil ist eine Sensation! So klar sind die Vorstellungen aller, die unser Wasser schützen wollen, noch nie höherenorts bestätigt worden. Einige Kostproben gefällig?

– „Entscheidend ist vielmehr, dass das Grundwasser an keiner Stelle … durch Abbautätigkeiten in seiner natürlichen Lage beeinträchtigt wird.“
„Durch den Abbau der über dem Grundwasser liegenden Mineralien werden Menge und Qualität des verfügbaren Grundwassers nachhaltig beeinträchtigt. Daraus können sich für die Allgemeinheit erhebliche Gefahren ergeben, vor allem wenn das Grundwasser von einer in der Nähe gelegenen Wasserversorgungsanlage gefördert wird.“
„Mit Blick auf die überragende Bedeutung des Grundwassers für die öffentliche Trinkwasserversorgung … kann bei der Verringerung der Deckschicht und dem Eingriff in das Grundwasser die nicht nur abstrakte Gefahr einer Wassergefährdung … nicht von der Hand gewiesen werden …“
„Ein Verbot der grundwassergefährdenden Abgrabung ist aber keine unzumutbare Beschränkung bestehender Rechte, sondern stellt selbst bei einer Eigentumsbeschränkung nur eine zulässige Inhalts- und Schrankenbestimmung dar. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, wozu in besonders Weise auch das Trinkwasser gehört, ist ein besonderer Ausdruck der Sozialbindung des (Grund-) Eigentums.“
„Es ist im vorliegenden Fall auch hinreichend wahrscheinlich, dass es jedenfalls zu einer dauernden Freilegung von Grundwasser im vorstehend dargelegten Begriffsverständnis kommen kann.“
„Ist das Grundwasser betroffen, so reicht hierfür schon die nicht ganz entfernte, nur theoretische Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung aus.“

Wir hatten oft Grund, Behörden zu kritisieren und über Urteile den Kopf zu schütteln. Mag auch sein, dass dieser Richterspruch noch relativiert wird gleichwohl: Dies ist eine Wende. Optimistische Erwartungen wurden weit übertroffen. Wir können da einmal nur unseren tiefen Respekt äußern! (Übrigens: die 60.000 € sind der Streitwert.)   W. Braukmann

 

– weitere „Kostproben“ im folgenden IT-Neujahrs-Preisrätsel:
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DAS IT-NEUJAHRS-PREISRÄTSEL          Foto:ulikat/pixelio


Wer, so fragen wir im heutigen Neujahrsrätsel der „Initiative Trinkwasser“, hat wohl die folgenden Sätze geschrieben:

– „Entscheidend ist vielmehr, dass das Grundwasser an keiner Stelle – unabhängig davon, von welcher Stelle aus der Abbau angefahren wird – durch Abbautätigkeiten in seiner natürlichen Lage beeinträchtigt wird.“
„Durch den Abbau der über dem Grundwasser liegenden Mineralien werden Menge und Qualität des verfügbaren Grundwassers nachhaltig beeinträchtigt. Daraus können sich für die Allgemeinheit erhebliche Gefahren ergeben, vor allem wenn das Grundwasser von einer in der Nähe gelegenen Waserversorgungsanlage gefördert wird.“
„Mit Blick auf die überragende Bedeutung des Grundwassers für die öffentliche Trinkwasserversorgung … kann bei der Verringerung der Deckschicht und dem Eingriff in das Grundwasser die nicht nur abstrakte Gefahr einer Wassergefährdung … nicht von der Hand gewiesen werden …“
„Grundwasser darf (in Bayern) auch vorübergehend nicht angeschnitten werden.“
„Ein Verbot der grundwassergefährdenden Abgrabung ist aber keine unzumutbare Beschränkung bestehender Rechte, sondern stellt selbst bei einer Eigentumsbeschränkung nur eine zulässige Inhalts- und Schrankenbestimmung dar. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, wozu in besonders Weise auch das Trinkwasser gehört, ist ein besonderer Ausdruck der Sozialbindung des (Grund-) Eigentums.“
„Es ist im vorliegenden Fall auch hinreichend wahrscheinlich, dass es jedenfalls zu einer dauernden Freilegung von Grundwasser im vorstehend dargelegten Begriffsverständnis kommen kann.“
„Bereits die Sachverhaltsermittlung der Bergbehörde … war in Bezug auf eine mögliche Gefährdung des Grundwassers unzureichend.“
„Auch insoweit (betreffend das sofortige Einstellen des Abbaus in Bereichen, in denen bei den zugelassenen Abbauteufen wider Erwarten Grundwasser angetroffen oder Quellen freigelegt werden sollten) wird mangels einer ausreichenden Beurteilungsgrundlage ein bereits im Vorfeld zu lösenden Problem sehenden Auges in die Zukunft geschoben mit der nicht gerechtfertigten Erwartung, es werde sinngemäß ’schon alles gut gehen‘ …“
– „Auch Frau Dr. Bergmann vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (…) hat bestätigt, dass die Verwendung des sog. 75er Perzentils (im verritzten Gebirge) zu längerfristigen Freilegungen führe.“
– „… wasserrechtlich erlaubnispflichtig ist (…) auch das Absenken von Grundwasser …“
– „Zur Festlegung der Abbausohle sind in der Regel mehrjährige Grundwasserbeobachtungen erforderlich.“
– „Grundwasser darf auch vorübergehend nicht angeschnitten werden.“
– „Es ist im vorliegenden Fall auch hinreichend wahrscheinlich, dass es jedenfalls zu einer dauernden Freilegung von Grundwasser im vorstehend dargelegten Begriffsverständnis kommen kann.“
– „Ist das Grundwasser betroffen, so reicht hierfür schon die nicht ganz entfernte, nur theoretische Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung aus.“

Lösung (Zutreffendes bitte ankreuzen):

(     ) Unternehmensphilosophie des Hinkelstein-Fabrikanten Obelix, Gallien
(     ) Selbstdarstellung des Unternehmens „Westkalk“
(     ) „Initiative Trinkwasser“ – Homepage
(     ) aus Loriots Sketch „Die Steinlaus“
(     ) private Twitternachrichten von Dr. Hahne (Kreis Soest) an seinen Rotary-Mitbruder Jürgen Wied (mitgeteilt von der NSA)
(     ) aus den Memoiren vom Chef des Umwelt-Unternehmens Brühne, Heinrich Brühne

(     ) Parteiprogramm der Warsteiner „Linken“
(     ) aus der Promotionsarbeit von stud. mus. Lea-Charlotte Clausthal-Zellerfeld „Hydrogeologische Analyse des Drafi-Deutscher-Hits ‚Marmor, Stein und Eisen bricht …'“ (     )

Bitte schicken Sie die Lösung in einem frankierten Rückumschlag an:
– Dämon-Kalk GmbH & Co. KG     Im Bruch 1-117    59581 Warstein-Süd

Hauptgewinn: ein Naturstein aus dem Warsteiner Massenkalk als Erinnerung*


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Nun, was immer Sie auch angekreuzt haben solltet, es ist leider – Niete. Alles falsch.

Dies sind lediglich – Sie wussten es! – einige knackige Zitate (wörtliche) aus dem Münsteraner Urteil. Wer hätte sowas noch für möglich gehalten … (Übrigens: Die niederschmetternde Kritik am Bergamt ergäbe u. E. Stoff für eine Dienstaufsichtsbeschwerde!)                * Selbstabholer
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 DAS URTEIL LIEGT VOR

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Das sensationelle Urteil aus Münster liegt vor: 105 Seiten stark und erstaunlicherweise relativ gut zu lesen. Hier Berichte und Kommentare:

Westfalenpost     
Download Bericht   
Download Kommentar
Warsteiner Anzeiger
Download 1
Download Kommentar 18. Dez.                                                   
Download Kommentar 19. Dez.
Download Karikatur                                         Foto: HHS – pixelio
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Bäumchen gepflanztaaa P1120397-2x                                                                          

Unser Kampf ums Wasser braucht einen langen Atem, es ist ein langfristiges Projekt – wie das Wachsen eines Baumes. So hat sich ein kleiner wetterfester Trupp aus unserer Initiative vorgenommen, in dem neuen höhlennahen Bürgerbaumfeld auch, ganz hoffnungsfroh, ein Bäumchen einzupflanzen …
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AUFSEHENERREGENDE ENTWICKLUNGEN IM KONFLIKT STEINE-WASSER

In dem jahrelangen Bemühen der „Initiative Trinkwasser“, den Angriff auf unsere Wasserquellen abzuwehren (siehe unten „Positionspapier“), gab es im November überraschende Entwicklungen und besorgniserregende Enthüllungen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat endlich einmal ein, wenn auch kleines Abbaugebiet stillgelegt, aus Gründen des Wasserschutzes! Gleichzeitig wurde die Wasserschutzzonenausweisung von 1991 aufgehoben (siehe oben).
Ist unser Wasser nun nicht mehr geschützt? Haben die Steinabbbauer jetzt freien Zugang in die ersehnte Tiefe? In der Tat gibt es Anlass zur Besorgnis: In Gutachten des Unternehmens Westkalk wird zum einen das Wasserschutzgebiet massiv kritisiert, was in der Konsequenz auf ein dauerhaftes Aufheben hinauslaufen würde. Und zum anderen wird empfohlen, die Bullerteichquelle für die gesamte Wasserversorgung zu nutzen – das würde die Hillenberg- und die Lörmeckequelle überflüssig machen (mit den bekannten Konsequenzen …).
Das alles lässt sich in den folgenden Texten nachlesen:

19. Nov. Steinbetriebe verlieren – Bericht vom Gericht   „Warsteiner Anzeiger“:
Download
19. Nov. „Das ist das Ende aller Steinbrüche“ (Franz Bernd Köster)
„Westfalenpost“: Download1 Download 2 Download 3
14. Nov. Bericht des Anzeigers zu den neuesten EnthüllungenDownload
14. Nov. Ausführliche Berichte der WP zu den neuesten Enthüllungen
Teil 1 Teil 2
– „Westkalk zieht blank“ – Initiative Trinkwasser enthüllt Strategien der
Steinbetriebe
Download
11. Nov. Leserbrief zum Thema BullerteichDownload
– Presseberichte über unsere Jahreshauptversammlung vom 29. Oktober
Anzeiger Westfalenpost1 Westfalenpost 2
– Positionspapier der „Initiative Trinkwasser“ Download
– „Calcium Verum“ … oder ein Reisetipp gefällig? Download
– Auch die Gülle beeinträchtigt unsere Wasserqualität – neue Erkenntnisse über
diesen „Sondergüll“ – Download

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WAS WILL DIE INITIATIVE TRINKWASSER?

Der Steinabbau im Raum Warstein / Kallenhardt zerstört immer größere Flächen. Und nun soll der Abbau auch unterhalb des Grundwasser-spiegels betrieben werden. Dagegen richtet sich die Arbeit der „Initiative Trinkwasser“. – Steinabbau oder Trinkwasserschutz:
Auf Dauer kann es kein Nebeneinander geben!
Informieren Sie sich über unsere Arbeit auf diesen Seiten.

 Kopie von Wasserspalt